Niedrigschwelliges Betreuungs- und Entlastungsangebot 

Unterstützung und Entlastung 

GliedermännleinBallsitzend

Fast 70 % aller sächsischen Pflegebedürftigen werden in ihrer eigenen Häuslichkeit betreut. Um deren Betreuung zu sichern und pflegende Angehörige zu entlasten, gibt es die Möglichkeit nach § 45 a SGB XI das Niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebot zur Unterstützung im Alltag für jeden Pflegebedürftigen in Anspruch zu nehmen. Diese Unterstützung beinhaltet eine bedarfsgerechte und individuelle Betreuung und Entlastung von pflegebedürftigen Menschen. Sie ergänzen die Angebote der professionellen Pflegeeinrichtungen.

Jedem Pflegebedürftigen (ab Pflegestufe1) steht ein monatlicher Entlastungsbetrag von 125 Euro für die Inanspruchnahme der Leistungen zur Verfügung. Der Betrag kann übers Jahr angesammelt und bis Juni des nächsten Jahres mitgenommen werden. Pflegebedürftige ab Pflegestufe 2 haben zusätzlich 1612€ pro Jahr Anspruch auf Verhinderungspflege davon können 800€ (entspricht den hier aufgeführten Punkten) verwendet werden.

Zielgruppe


  • Menschen mit allgemein erhöhtem Betreuungsbedarf (z.B. Demenz)
  • Menschen mit einer sog. eingeschränkten Alltagskompetenz (vgl. 45 a SGB XI)
  • Menschen / Pflegebedürftige mit einem erheblichen Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung

 

Ziele


  • Begleitung und Förderung nach ihren persönlichen Ressourcen und Möglichkeiten
  • Aktivierung und Erhalt vorhandener Fähigkeiten so lange wie möglich
  • Angehörigenentlastung
  • Sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten ausüben
  • Gewöhnung an eine Fremdbetreuung für den eventuellen späteren Aufenthalt in Tagespflege, Seniorenheimen
  • Ermöglichen von Erfolgserlebnissen
  • Das Erleben und Wohlfühlen im gegenwärtigen Augenblick für den Pflegebedürftigen
  • Ressourcenorientiertes Arbeitskonzept: Der Fokus liegt darauf, was ein Mensch kann und welche Ressourcen unterstützt werden können

Leistungen / Inhalte


  • Bewegungsförderung durch Spaziergänge oder Gymnastik
  • Wegbegleitung zu persönlichen Terminen (Ärzten und Apotheken …)
  • Hilfe und Unterstützung bei der Verrichtung alltäglicher Aktivitäten, z.B. gemeinsames Einkaufen, gemeinsames Reinigen der Wohnung, Erledigung der Post
  • Förderung von individuellen Vorlieben und Fähigkeiten durch gemeinsames Kochen, Backen, Musizieren, Singen, Basteln oder gärtnerische Beschäftigung.
  • Biographische Aufarbeitung durch ansehen von Fotos, Büchern oder Bildbänden, Gespräche über erfahrene schöne wie schmerzhafte Erlebnisse aus verschiedenen Lebensphasen.
  • Beaufsichtigung und Betreuung des Pflegebedürftigen zur Entlastung pflegender Angehöriger
  • Förderung sozialer Kontakte, Entlastung durch Gespräche
  • Begegnung mit anderen Menschen durch die Teilnahme an z.B. Seniorenfeiern,
  • Veranstaltungen oder durch gemeinsame Einkäufe und Erledigungen.
  • Allgemeine Anleitung zur Beschäftigung durch vorlesen aus der Tageszeitung, ansehen von Nachrichtensendungen, Gespräche über das Zeitgeschehen und die aktuellen Themen aus Gesellschaft und Politik, Organisation der Tagesabläufe und Termine.
  • Kulturelle Anregungen durch Begleitung zu Konzerten, Ausstellungen, Schauspielen, Opern, etc..
  • Förderung der gestalterischen und kreativen Fähigkeiten wie malen, formen usw.
  • Musische Förderung
  • Förderung der geistigen Fähigkeiten durch spielen von Gesellschaftsspielen, Rate-. und Gedächtnisspiele, – Bewegungsspiele,-Wahrnehmungsspiel, – Darstellungsspiele,- Kontaktspiele, – Brettspiele, -Kartenspiele, – etc.
    Aktivierung der Selbständigkeit der zu „pflegenden“ Person

 

! Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung sind jedoch ausdrücklich davon ausgenommen und werden in diesem Rahmen von mir nicht erbracht.

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